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Erst Mikroben machen Schokolade gesund

Neues von der Schokoladenfront.
In Fortsetzung des vorhergehenden Kapitels "Ich will keine Schokolade - oder doch?" nachfolgend eine Mail, die ich von Prof.Dr.Klaus Döhler erhalten habe, quasi im Tenor "Was bisher geschah" und "Wie es jetzt -im Darm - weitergeht."
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Na ja, noch schmeckt die Schokolade.
(im April 2014 - P.Bottermann)

Prof. Dr. Klaus Döhler [doehler@curatis.com]

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Liebe Freunde und Kollegen,
Sie haben an Ostern Schokoladenhasen und Schokoladeneier genascht? Und nun machen Sie sich Vorwürfe wegen der Kalorien? Im Gegenteil! Vorausgesetzt Sie haben bisher gesund gegessen, dann haben Sie mit der Schokolade zusätzlich etwas gutes für Ihre Gesundheit getan (lesen Sie bitte die beigefügten PDFs)…:
Schatz 2012: Schokolade verringert das Schlaganfallrisiko [87 KB]
Schatz 2012: Schokolade liebende Länder bringen mehr Nobelpreisträger hervor [204 KB] “
Döhler 2012: Schlank mit Schokolade [87 KB]
HAZ 2003: Bittere Schokolade ist gesund [59 KB]
… und den nachfolgenden Artikel aus „Bild der Wissenschaft“:

„Erst Mikroben machen Schokolade gesund“
Dunkle Schokolade ist gesund - in Maßen genossen (thinkstock)
Für Schokoholics gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Das Naschen dunkler Schokolade ist in der Tat gesund – aber nur, wenn wir die richtigen Mikroben im Darm tragen. Ein Experiment von US-Forschern zeigt, dass nur bestimmte Darmbakterien die gesunden Inhaltsstoffe des Kakaos zu den im Körper wirksamen Substanzen zersetzen. Ist die Darmflora durch ungesunde Ernährung aus dem Gleichgewicht, überwiegen Mikroben, die diese Kakao-Bestsandteile verschmähen. Die gesunden Antioxidantien und Entzündungshemmer werden dann leider größtenteils unverdaut ausgeschieden.
Schokolade ist nicht nur eine leckere Süßigkeit, sie hat – in Maßen genossen – auch eine positive Wirkung auf die Gesundheit. So verbessert sie die Flexibilität und Gesundheit der Gefäße, beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und soll sogar das Gedächtnis fördern. Ursache für diese Effekte sind im Kakao enthaltene chemische Substanzen, darunter Polyphenole wie Katechin und Epikatechin. Diese komplexen Verbindungen wirken unter anderem als Antioxidantien und schützen Zellen so vor Schäden durch aggressive Moleküle. Wie diese Inhaltsstoffe vom Darm an ihren Wirkort gelangen und welche Rolle möglicherweise die Darmflora dafür spielt, war bisher allerdings nicht bekannt. John Finley und seine Kollegen von der Louisiana State University in Baton Rouge sind in einem Experiment nun dieser Frage nachgegangen.
Für ihre Studie bauten die Forscher den Verdauungstrakt des Menschen samt einiger typischer Darmmikroben im Labor nach. In Kulturgefäßen setzten sie Lösungen an, die dem Milieu im Magen sowie in verschiedenen Darmabschnitten entsprachen.
Der letzte Schritt bestand dabei aus einer anaeroben Fermentation in einer Nährlösung, die mit menschlichen Fäkalbakterien versetzt war. Für den eigentlichen Test setzten die Wissenschaftler die schwer verdaulichen Bestandteile von drei verschiedenen Kakaomischungen nacheinander diesen Bedingungen aus. Nach Beginn des letzten Schritts analysierten sie alle sechs Stunden, wie sich der Gehalt an Abbauprodukten der langkettigen Polyphenole und der pH-Wert der Lösung verändert hatten.
Hilfe durch "gute" Mikroben
Dabei zeigte sich, dass die Zusammensetzung der Darmflora eine wichtige Rolle dafür spielt, wie gut die gesundheitsfördernden Bestandteile des Kakaos verdaut werden: Die Polyphenole und auch die in der Schokolade enthaltenen geringen Mengen Ballaststoffe sind schwer verdaulich. Erst die zersetzende Wirkung bestimmter Mikroben spaltet diese langkettigen Moleküle auf und setzt dabei die eigentlich wirksamen Substanzen frei, wie die Forscher erklären. Allerdings funktioniert das nur, wenn auch die richtigen Bakterien zur Stelle sind: "Die guten Mikroben, darunter Bifido- und Milchsäurebakterien, schlagen sich geradezu den Bauch voll mit der Schokolade und zerlegen sie dabei in anti-entzündlich wirkende Verbindungen", sagt Finley. Erst diese kleineren Moleküle passieren dann die Darmwand und können ins Blut und an ihren Wirkungsort gelangen. Andere Bakterien in der Darmflora dagegen, darunter Clostridien und einige Escherichia coli-Stämme, verschmähen den kakaohaltigen Brei. Sie gelten zudem als Verursacher von Entzündungen, Blähungen und anderen Verdauungsstörungen.
Nach Ansicht der Forscher kann es sich daher doppelt lohnen, die "gute" Darmflora mit entsprechender Ernährung zu päppeln. Denn das hilft nicht nur der Verdauung, es holt auch das Maximum aus den gesunden Inhaltsstoffen der Schokolade heraus. Vor allem ballaststoffreiche Nahrung und Präbiotika seien dafür günstig, so Finley. Für Schokoholics bedeutet das: Naschen dunkler Schokolade ist erlaubt – die Gesundheit profitiert aber nur, wenn sie sich vorher auch halbwegs gesund ernährt haben.
Quelle:
· John Finley (Louisiana State University, Baton Rouge) et al., 247th National Meeting & Exposition of the American Chemical Society (ACS)
© wissenschaft.de - Nadja Podbregar
Weiterhin guten Appetit wünscht Ihnen
Klaus Döhler

Prof. Dr. Klaus D. Döhler
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Curatis Pharma GmbH entwickelt das GLP-1-Analog Curaglutide (N-Acetyl-GLP-1-(7-34)-amid) zur Verhinderung von Re-Perfusionsschäden bei Herzinfarkt.

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