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"Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann.... " Das war der Schlager 1959.
Heute würde ein Text wie "Ich will jetzt doch die Schokolade, damit ich Gewicht abnehmen kann...." modernen Forschungsergebnissen evtl. eher entsprechen. Doch lesen Sie selbst die Originalarbeit. Association Between More Frequent Chocolate Consumption and Lower Body Mass Index
Golomb et al.
Arch Intern Med.2012; 172: 519-521.

Keine weiße Schokolade

Vielleicht nur keine weiße Schokolade?
Protective Effects of Flavanol-Rich Dark Chocolate on Endothelial Function and Wave Reflection During Acute HyperglycemiaHYPERTENSIONAHA.112.193995 Published online before print July 30, 2012, doi: 10.1161/​HYPERTENSIONAHA.112.193995

...mit Flavonoiden angereicherte Schokolade?

Chronic Ingestion of Flavan-3-ols and Isoflavones Improves Insulin Sensitivity and Lipoprotein Status and Attenuates Estimated 10-Year CVD Risk in Medicated Postmenopausal Women With Type 2 Diabetes
A 1-year, double-blind, randomized, controlled trial

oder

Blood Pressure and Aging
Benefits in Cognitive Function, Blood Pressure, and Insulin Resistance Through Cocoa Flavanol Consumption in Elderly Subjects With Mild Cognitive Impairment
The Cocoa, Cognition, and Aging (CoCoA) Study

Na ja ...

Oder doch lieber keine Schokolade?
Gab es da nicht mal etwas wie "Auf die Dosis kommt es an." (Paracelsus, 1493 - 1541)
Remedium = Heilmittel, Gift (7,5 g versus 100 g ?)

Immer Ärger mit Schokolade

"Schokolade hier, Schokolade da"
Neues - von der Schokolade, ... oder - zu der Schokolade?
http://blog.endokrinologie.net/schokolade-verringert-schlaganfallrisiko-468/
In einer neuen Studie an über 37 000 schwedischen Männern zwischen 45 und 79 Jahren wurde gefunden, dass die, welche am meisten Schokolade aßen, um 17% weniger Schlaganfälle hatten als jene, die am wenigsten konsumierten. In einer Metaanalyse unter Einschluss noch weiterer Untersuchungsreihen betrug dieser Unterschied für Männern und Frauen 19% (1). Es bestand eine einheitliche Tendenz für alle Schlaganfallarten, die Abnahme des Risikos war aber nur für die Männer signifikant (p=0.04), die in der Vorgeschichte keinen Bluthochdruck aufgewiesen hatten. Eine Verringerung des Schlaganfallrisikos um 22 und 46% durch Schokoladekonsum war schon zuvor in zwei kleinen Studien beim Kongress 2010 der American Academy of Neurology mitgeteilt worden.
Kommentar: In einem DGE-Blog-Beitrag hatte Prof. Klaus Doehler am 28. März 2012 berichtet, dass Schokoladekonsum bei über 1000 Studienteilnehmern zu einem niedrigeren Body Mass Index führte (2). Er wies darauf hin, dass die schon vorher beobachteten günstigen Wirkungen von Schokolade auf Blutdruck, Insulinresistenz und Blutfette durch Flavonoide, insbesondere Catechine bewirkt werden dürften, wodurch die Endothelfunktion verbessert würde und die Thrombozytenadhäsivität abnehme. Eine ACE-Hemmung würde auch zur Blutdrucksenkung beitragen. Die günstigen Schokoladeeffekte in der schwedischen Studie könnten durch die geschilderten Mechanismen erklärt werden.
Literatur:
(1) Susanna C. Larsson et al., Neurology 2012.79:1223-1229, published online August 29, 2012 (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22933736)
(2) Klaus Doehler: Schlank mit Schokolade. DGE-Blog-Beitrag vom 28. März 2012. (http://blog.endokrinologie.net/schlank-mit-schokolade-112/)

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