Bisheriges Verfahren Anerkannte Einrichtungen DDG

Bisheriges Verfahren zur Anerkennung von Einrichtungen zu Behandlung von Diabetikern.
Stufe 1 und Stufe 2 wurden überarbeitet und bekamen neue Namen.
Nachfolgend finden Sie die bisherigen Einteilungen und Anforderungen.
Das derzeit gültige Procedere finden Sie unter Behandlungseinrichtungen mit Basisanerkennung (ersetzt Stufe 1) und Diabetologikum DDG mit diabetesspezifischem Qualitätsmanagement (ersetzt Stufe 2).
Die Zertifizierung als "Diabeteszentrum DDG" wurde nicht weitergeführt, da die gestellten Ansprüche zu hoch und derzeit nicht erreichbar seien.
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Bisherige, alte Einteilung der von der DDG anerkannten Behandlungseinrichtungen:
Unter der Website der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (www.ddg.info) finden Sie von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft "Anerkannte Einrichtungen" zur Behandlung von Diabetikern.

Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft anerkennt Behandlungseinrichtungen, die bestimmte Voraussetzungen und Qualitätsmerkmale aufweisen und erfüllen.
Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft unterscheidet 2 Qualitätsstufen:
"Basisanerkennung" (Stufe 1) und
"Erweiterte Anerkennung mit diabetesspezif. Qualitätsmanagement"(Stufe 2).
Die im Jahr 2000 geschaffene Qualitätsstufe "Klinisches Diabeteszentrum" wird nicht weitergeführt.
Alle Anerkennungen sollen für jeweils drei Jahre gelten.

"Basisanerkennung" (Stufe 1)

Sie gelten für Kliniken, Polikliniken oder Arztpraxen, die ein gutes diabetologisches Qualitätsniveau für eine flächendeckende Versorgung von Personen mit Diabetes mellitus nachweisen können. Antragsformulare (Stufe 1) und ein Flussdiagramm (Stufe 1) zur Antragstellung können Sie über die Geschäftsstelle der DDG erhalten.

„Erweiterte Anerkennung als Behandlungseinrichtung mit diabetesspezifischem Qualitätsmanagement" (Stufe 2)
„Erweiterte Anerkennung als Behandlungseinrichtung mit diabetesspezifischem Qualitätsmanagement" (Stufe 2)
Die Kriterien (Pflichtitems) für eine Anerkennung der Stufe 2 gelten für Kliniken, Polikliniken oder Arztpraxen, die ein erweitertes Qualitätsniveau mit diabetesspezifischem Qualitätsmanagement für die Versorgung von Personen mit Diabetes mellitus nachweisen können.
Anmeldungs- und Antragsformulare (Stufe 2) und ein Ablaufschema der Anerkennung zur Antragstellung (Stufe 2) können Sie über die Geschäftsstelle der DDG erhalten. (Die Anerkennung als Behandlungseinrichtung der Stufe 2 setzt nicht das Erreichen der Stufe 1 voraus, sondern stellt ein eigenständiges Verfahren dar.)

Zertifizierungseinrichtungen (ZE) müssen von der DDG als geeignet anerkannt sein. Anerkennungsvoraussetzungen (für ZE) und ein Flussdiagramm (für ZE) sowie ein Formblatt zur Anerkennung als Zertifizierungseinrichtung können von der Geschäftstelle der DDG angefordert werden.


Seit dem 17. März 2004 werden Fragen zu Stufe 1 vom Ausschuß Schulung und Weiterbildung, Fragen zu Stufe 2 vom Ausschuß Dokumentation, Qualitätssicherung und Informationstechnologie direkt bearbeitet. Gfs. Anfragen, Kommentare etc. daher bitte direkt an die Ausschüsse richten.

Anerkennungsverfahren

Zum Verfahren zur (siehe auch Diabetes & Stoffwechsel, DDG INTERN 14 /2005 , DDG 10)

Achtung!
Die Kriterien zur Anerkennung als "Klinisches Diabeteszentrum DDG" sind derzeit in Überarbeitung. (Zuküftige Behandlungseinrichtungen Stufe 3). Deswegen können zur Zeit keine neuen Anträge zur Anerkennung als "Klinisches Diabeteszentrum DDG" gestellt werden. Anerkennungen von
Einrichtungen, die eine Anerkennung als Klinisches Diabeteszentrum DDG in der Vergangenheit erworben haben, werden bis zum 31.12.2005 verlängert. Einrichtungen, die ab 01.01.2006 eine Anerkennung als Klinisches Diabeteszentrum DDG anstreben, müssen einen Antrag nach den künftigen, derzeit noch in Erarbeitung befindlichen Kriterien für eine Stufe 3 stellen.
(siehe auch Diabetes & Stoffwechsel, DDG INTERN 14 /2005 , DDG 10)

Häufig gestellte Fragen

…… Häufig gestellte Fragen und Antworten
zur "Basisanerkennung" (Stufe 1)
:

Sind Patienten mit Diabetes als Nebendiagnose auf die Patientenzahl anrechenbar?
Ja, wenn die Patienten in der Diabetesbehandlungs-Einheit der beantragenden Einrichtung behandelt werden.

Wieviel Patienten müssen pro Jahr geschult werden?
Die regelmäßige Durchführung strukturierter Behandlungsprogramme ist unverzichtbar. Eine konkrete Zahl geschulter Patienten wird nicht vorgegeben.

Kann ein Krankenhaus anerkannt werden, welches zwar Diabetespatienten behandelt, aber keine Schulungen durchführt?
Nein!

Was ist ein "Krankenschwester/-pfleger mit Ausbildung zur Wundschwester/-pfleger"? Welche Nachweise müssen erbracht werden?
Nachweis der Teilnahme an einer mindestens fünftägigen Fortbildung mit Angabe über Inhalt der Stunden.

Welche strukturierten Behandlungsprogramme gibt es für das Krankenhaus?
Grüßer M, Hartmann P, Jörgens V: Behandlungs-und Schulungsprogramm für Typ-1-Diabetiker. Verlag Kirchheim Mainz 1996.

Jörgens, Grüßer, Kronsbein P. (1996) Mit Insulin geht es mir wieder besser. Verlag Kirchheim, Mainz

Ist gemeinsame Schulung von Patienten mit und ohne Insulin zulässig?
Nein.

Mischung von Medias2 und Typ-2- mit Insulin.
Eine solche Vermischung wäre ein neues Behandlungsprogramm. Die Effektivität eines solchen Programmes muß durch eine eigene Evaluation belegt werden. Das kann z.B. nach der Methode der AKD (früher ASD) erfolgen, indem eine nicht ausgewählte Gruppe von mindestens 50 Patienten geschult und nach 12-15 Monaten nachuntersucht wird.

Integration von Blutdruckschulung in die Diabetesschulung?
Es gibt derzeit separate Behandlungsprogrammen für Diabetes und Hypertonie. Diese sind evaluiert. Eine Kombination wäre ein neues Behandlungsprogramm. Evaluationen darüber liegen nicht vor. Besonders bei betagten Patienten und Patienten mit kognitiven Störungen muß die begrenzte Aufnahmefähigkeit beachtet werden. Im DMP Typ-2-Diabetes wird Diabetes und Hyptertonieschulung in getrennten Programmen durchgeführt.

Ist eine Fettschulung notwendig?
Nein. Die Reduktion von Fett in der Ernährung ist in den Behandlungsprogrammen Typ-2-Diabetes in den Unterrichtseinheiten zur Gewichtsreduktion enthalten. Schlanke Patienten und Patienten mit Typ-1-Diabetes profitieren nicht von einer Fettreduktion.

Was steht im Feld Blutdruckselbstkontrolle?
Hier wird der Mittelwert der letzten 10 Pateintenmeßwerte in mmHg eingetragen. Die Richtigkeit der Selbstmessung muß durch eine Parallelmessung durch medizinischen personl mit einem geeichten Meßgerät überprüft werden. Da derzeit nur ein kleiner Teil der Patienten Blutdruckselbstkontrollen durchführt kann dieses Feld nicht bei allen Patienten ausgefüllt werden.

Soll ich Basisanerkennung oder Stufe 2 beantragen?
Das muß jede Klinik nach eigenen Zielen und Zeitplan selbst entscheiden.

Kann ein Zusammenschluß von Diabetesschwerpunktpraxis und Krankenhaus anerkannt werden?
Nein. In einem Verbund zur gemeinsamen Pateintenschulung müßte jeder Partner die Vorgaben zur Struktur und Prozeßqualität erfüllen und kann deshalb auch einen separaten Antrag stellen.

Unsere Klinik hat keine Diabetesberaterin, aber mehrere Ökotrophologen, reicht das für die Anerkennung aus!
Nein!

Welche Stundenzahl muß ein stationäres Behandlungsprogramm haben?
Für intensivierte Insulinherapie 20 Studen, für konventionelle Insulintherapie 12 Stunden.

Wie soll die Schulung für Patienten ohne Insulintherapie im Krankenhaus erfolgen?
Im Akutkrankenhaus sollten stationäre Patienten ohne Insulintherapie eine Einzelschulung erhalten und einen Hinweis auf die ambulanten Möglichkeiten zur Teilnahme an einem Vollständigen Behandlungsprogramm. Die wichtigste therapeutische Intervention ist die Gewichtsreduktion, diese benötigt Zeit. Dafür ist in den evaluierten Programmen ein Zeitraum von vier Wochen vorgesehen.

Anfragen, Kommentare etc. bitte direkt an den Ausschuß Schulung und Weiterbildung der DDG richten.